Auch Djs müssen mal auf die Toilette. DJ Noname packt Sean Paul – Temperature auf die Liste. Der funktioniert und dauert schön lange das er vielleicht noch nen Abstecher an die Bar machen kann um sich noch ein Corona zu holen.
Gesagt, getan. Er schlängelt sich durch die Menschenmenge bis zur Toilette. Vor der Toilette stehen ein paar Jungs die sich drüber unterhalten was sie als nächstes machen: Eine Rauchen oder lieber noch ein Bier?
DJ Noname geht an Ihnen vorbei zur Toilette. Noch kurz Hände waschen und dann kurz zur Bar.

An der Bar steht leider nicht das Stammpersonal sondern eine blutjunge Studentin die scheinbar komplett überfordert ist. Er drückt sich hinter die Bar und bedient sich am Kühlschrank, um sie nicht auch noch zu stressen.
“Äh sorry, was machst du da?! Das ist nicht für Gäste.”
“Ich bin der DJ, alles gut!”
“Das kann jeder sagen…lege das bitte wieder zurück und geh hinter die Bar.”
Da DJ Noname keine Zeit hat sich zu Erklären verschwindet er wieder zur DJ Booth.

Der Sean Paul Track ist fast durch. In DJ Nonames Kopf gehen gerade mehrere Tracks durch den Kopf. Aber auf den Cold Out von Temperature und die Dancehall/Reggeaton Thematik passt eben Seeed perfekt. Kleines Echo Out über den Mixer und die Leute ein paar Millisekunden warten lassen und dann Dickes B starten. Die Tanzfläche dankt es ihm mit einigen “Ooooh” und Wooows”.
Soweit, so gut. Es ist bald 3.30h und er sollte jetzt nochmal Gas geben und die Leute möglichst am Tanzen halten.
Die alte Regel “Wer bist 4 Uhr bleibt, bleibt bis zum Schluss!” hat immer noch Bestand.
Also eher typische Mainstream Klassiker spielen oder aktuelles Zeug? Aufgrund des Durchschnittalters geht er auf Nummer sicher und spielt er aktuelle Charts, ein paar Deutschrap Songs und danach noch ein zwei 90er wie Whoomp there it is oder Freed from desire.

Der JGA ist immer noch da. Sie scheinen ihren Spaß zu haben. Der Alkohol scheint Früchte zu tragen.
“Hey!!!” Ein Smartphone wird wild vor seinem Gesicht präsentiert. “Spiel mal!”
DJ Noname schaut genauer hin: Pocahontas…
“Das passt nun wirklich nicht rein, sorry.”
“Aber alle feiern es!”
“Nein, du feierst es vielleicht. Der Großteil nicht. Wünsch dir was anderes!”
“Dann spiel was Ukrainisches!”
“Bitte was?”
“Ok danke!”
Und zack, schwindet das Smartphone inkl. der Halterin wieder in der Menge.

Es ist 3 Uhr 30. Es beginnt die brenzliche Zeit für einen Mixed Music DJ in einem Club.
Nochmal durchschnaufen und los gehts.

In Teil 5 :)